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Licht auf dem Weg

Geh ich irre (oder: Ich bin verirrt; oder: Ich bin umhergeirrt) wie ein verlorenes Schaf, so suche Deinen Knecht! Denn Deine Gebote habe ich nicht vergessen.
Psalm 119,176

Unser wunderbarer Psalm 119 endet mit einem ergreifenden Gebet: Der Psalmist bittet den Herrn, ihn zu suchen, wenn er sich verirrt. Welch ein wunderbares, prophetisches Gebet! Hören wir doch unseren Herrn in Lukas 15,4-6 sagen: Wo ist jemand unter euch, der hundert Schafe besitzt und, wenn ihm eins von ihnen verloren geht, nicht die neunundneunzig in der Einöde zurücklässt und dem verlorenen nachgeht, bis er es findet? Wenn er es dann gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern und ruft, wenn er nach Hause gekommen ist, seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freuet euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren gegangen war. Ja, unser Herr geht den verlorenen Schafen nach!

Unser Psalmist spricht nun seine Bitte nicht aus, ohne dem Herrn zu sagen, dass er Seine Gebote - Sein Wort - nicht vergessen hat. Als der verlorene Sohn völlig verarmt und zerrüttet in der Fremde weilte und am Verzweifeln war, erinnerte er sich an etwas: Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, während ich hier vor Hunger umkomme! (Luk 15,17). Er hatte das reichliche Brot im Hause seines Vaters nicht vergessen. Und so ist es auch in unserem Leben: Wenn wir als gläubige Christen in unserem Leben irre gehen, wenn wir verzweifelt sind und nicht mehr ein und aus wissen, haben wir immer noch etwas, an das wir uns erinnern und das wir festhalten dürfen: Das Wort Gottes, die Gebote und die Verheissungen unseres Herrn! Wie oft durften wir in diesem langen Psalm 119 sehen, dass sich der Psalmist in Zeiten von innerer Not auf das Wort seines Herrn berief; z.B. Vers 114: Mein Schirm und Schild bist Du; auf Dein Wort harre ich. Oder Vers 116: Stütze mich nach Deiner Verheissung, dass ich lebe.

Was aber ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig? Dass wir in unserem Leben - besonders in den guten Zeiten unseres Lebens - gelernt haben, mit dem Wort Gottes umzugehen. Je mehr wir geübt haben, im Wort zu leben, desto mehr wird es uns zur Verfügung stehen in Zeiten von Anfechtungen und innerer Schwachheit.

Am Ende dieses wunderbaren Psalmes rufe ich uns alle auf, vermehrt Christen zu sein, die Tag für Tag konsequent im Wort leben. Dann können auch wir in Zeiten von inneren Kämpfen wie unser Psalmist beten: Geh ich irre wie ein verlorenes Schaf, so suche Deinen Knecht! Denn Deine Gebote (Dein Wort) habe ich nicht vergessen (Ps 119,176).

Lasst uns dabei aber beachten, dass es nicht nur um Verheissungen geht, denn in unserem Text ist ja über Gebote die Rede. Wir wollen uns also auch an die Forderungen des Herrn in Zeiten innerer Anfechtungen erinnern. Das war auch bei dem verlorenen Sohn der Fall. Er erinnerte sich nicht nur an das Brot im Hause seines Vaters, sondern auch daran, dass er sich gegenüber seinem Vater versündigt hatte: Da sagte der Sohn zu ihm: Vater, ich habe gegen den Himmel und dir gegenüber gesündigt (Luk 15,21). Der Herr gebe uns allen viel Gnade, diese Lektion in unserem Leben immer wieder neu anzuwenden.


  Mit herzlichen Grüssen aus Fraubrunnen,
  Marcel und Rita Malgo




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